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Die Esslinger Burg

Dicker TurmEin bedeutendes Zeugnis der Befestigungskunst

Die Esslinger Burg gilt als eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Dabei spricht man jedoch nicht im wahrsten Sinne des Wortes von einer Burg, sondern von einem Teil einer erhalten gebliebenen mittelalterlichen Stadtbefestigung mit fünf Türmen.

Mit der Benennung zur Stadt im Jahr 1219 von Friedrich II. wurde Esslingen wohl erstmals durch Mauern geschützt. Erbaut wurden diese damals von den Bewohnern.

Die Stadtbefestigung und der Vorpfosten wurden erst in den Jahren 1286 und 1287 von Rudolf von Habsburg durch zwei Schenkelmauern miteinander verbunden. Im 14. Jahrhundert folgte anschließend die dritte Schenkelmauer und im 15. Jahrhundert wurde die Anlage durch eine Burgsteige, einen Wall und einen Graben auf der Stadtseite erweitert.


Das alte Rathaus

Altes RathausEin Glockenspiel das verzaubert

Als städtisches Kauf- und Steuerhaus um 1420 errichtet, gilt das alte Rathaus als Hauptwerk des alemannischen Fachwerkbaus. Mit seinem prächtigen Fachwerk-südgiebel beeindruckt es die Anwohner sowie die Besucher in Esslingen. Eine Giebelfront mit zierlichem Uhrentürmchen im Renaissancestil wurde von Heinrich Schickard, dem württembergischen Hofbaumeister und Baumeister der Renaissance errichtet. 1592 kam eine astronomische Uhr, welche die älteste funktionierende schmiedeeiserne Turmuhr Deutschlands ist, mit den allegorischen Figuren Justitia (Gerechtigkeit)und Temperantia (Mäßigkeit) dazu. Diese bewegen sich bei jedem Stundenschlag. Ein Adler, das Wappentier der freien Reichsstadt, schlägt dazu mit den Flügeln. Das alte Rathaus wurde im März 2007 zum „Denkmal des Monats“ ernannt. Durch die Spenden der Bürger stehen heute mehr als 200 Lieder zur Verfügung, die mit Lochbändern gesteuert werden. Das alte Rathaus beeindruckt durch seine massigen Eichenbalken und der roten Fassade.


Der Schelztorturm

SchelztorturmUm Himmelswillen, was macht denn der Mensch da oben?!

Für viele ist er eine bekannte Sehenswürdigkeit in Esslingen und für die örtlichen Bewohner gehört er einfach dazu, wie der Neckar. Nach diesem besagten Turm ist ein Gymnasium sowie eine Klinik als auch eine Straße in Esslingen benannt. Außerdem ist er einer der letzten drei erhaltenen Tortürme der Stadt…Die Rede ist vom Schelztorturm.

Man geht davon aus, dass der Turm im 13. Jahrhundert erbaut worden ist. Den Namen erhielt er durch die Familie Schelch, die in der Nähe einen Hof besaß. Damals gehörte der Turm zur Stadtbefestigung. Zu dieser Zeit  markierte das Schelztor die nordwestliche Ecke und diente zum Schutz der ummauerten Pliensauvorstadt. Viele, viele Jahre später, blieb das Schelztor als Turm der Stadt immer noch erhalten.


Der Pliensauturm

PliensauturmEine Sehenswürdigkeit der Stadt Esslingen

Zu den heute vier erhaltenen Türmen, gehört auch der Pliensauturm. Der Pliensauturm entstand wohl zwischen 1213 und 1259 mit dem Bau der Plienausbrücke. Zu dieser Zeit gehörten zu dieser Brücke nicht nur der Pliensauturm, sondern auch zwei weitere Türme. Der Mittlere Turm wurde 1819, der Äußere 1837 jedoch abgebrochen.

Der Pliensauturm stand einst in der Linie des südlichen Mauerzugs, der sich zum Schutze der Pliensau-Vorstadt am Fluss entlang zog. Der Turm hatte die wichtige Plienausbrücke zu decken, die seit dem 13. Jahrhundert den Neckarübergang vermittelte. Dieser Übergang war sehr wichtig, da sie Bestandteil Handelsstraße von Fladern nach Oberitalien war.


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